| Technologietransfer-Preis für Dieter Herrmannsdörfer |
| Monday, 19 July 2010 00:00 |
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There are no translations available. "Made in Mistelgau" setz Maßstäbe
Der oberfränkische Unternehmer Dieter Herrmannsdörfer erhält den Technologie-Transfer-Preis 2010. Er entwickelte mit seiner Firma HERMOS neuartige Halbleiterprodukte und sorgt für kühle Luft in großen Gebäuden.
Dieter Herrmannsdörfer (2. v.r.), zeigt auf einer Messe ein Kameramodell seiner Firma. Um ihn gruppieren sich Markus Lötzsch, Hauptgeschäftsführung IHK Nürnberg für Mittelfranken, Phuc-An Tran (IHK für Oberfranken Bayreuth) und Ronald Künneth (IHK Nürnberg).
Hinter den „Geisterhänden“, die heute so vieles bewegen, steckt modernste Technik, komplizierte Systeme, die kühlen, lüften oder heizen, Schaltschränke in Industrieunternehmen und automatisierte Wasseraufbereitungsanlagen. „Ideen sind das eine, für die Umsetzung braucht es aber gute Mitarbeiter“, sagt Dieter Herrmannsdörfer. In Bayreuth hat ihn das ostbayerische Technologie-Transfer-Institut (OTTI) für 30 erfinderische Jahre geehrt.
Technik war immer Herrmannsdörfers Leidenschaft. An der Fachhochschule Coburg studierte der gebürtige Thurnauer Elektrotechnik, erlebte ab 1976 bei der Kulmbacher Wabag GmbH, einer Firma für wassertechnische Anlagen, wie sich die Automatisierungstechnik wandelte: Programmierbare Steuerungen lösten die zuvor fest verdrahteten Elemente ab, Herrmannsdörfer erkannte die Chancen der Technologie und machte sich 1980 selbständig.
30 Jahre später hat seine Firmengruppe, die Hermos AG mit Hauptsitz in Mistelgau (Kreis Bayreuth), 370 Mitarbeiter an weltweit 17 Standorten, von Abu Dhabi bis Wittenberg. Es sind vor allem Ingenieure, Techniker und Facharbeiter, hinzu kommen 16 Auszubildende. „Es ist aber nicht immer einfach, mit mir zusammenzuarbeiten“, sagt Herrmannsdörfer und verweist auf seinen Hang zum Perfektionismus. Schon in den 1990ern entwickelte er die damals einzige funktionsfähige Lösung für das automatisierte, berührungslose Versenden und Überwachen von Halbleiterprodukten, setzte früh die Identifikation mittels Radiofrequenz (RFID) ein. Seine Methode wurde zum Standard beimBau von Halbleiterfabriken, von IBM, Infineon und Toshiba übernommen.
Weil in Osteuropa produzierte Schaltanlagen wesentlich preiswerter waren als deutsche Produkte, entwickelte der heute 58Jährige ein Verfahren zur teilautomatisierten industriellen Fertigung – und baute die Anlagen zum vergleichbaren Preis bei niedrigerer Fehlerquote. Seitdem setzt sich „Made in Mistelgau“ zunehmend durch, allein bei den Schaltanlagen beträgt das jährliche Wachstum 15 bis 25 Prozent. Auch die Automatisierung von Gebäuden ist ein Markt mit hohen Zuwachsraten. In Mistelgau wurden alle verfügbaren Technologien in einem „Systemverteiler-Konzept“ für große Büro- und Hotelgebäude gebündelt, damit lassen sich nicht mehr nur einzelne Räume, sondern größere Gebäudeabschnitte regulieren.
Die Krise hat bei uns nicht stattgefundenSo erhielt Hermos als relativ kleine Firma den Zuschlag für das „Airrail Center“ über dem ICE-Bahnhof am Frankfurter Flughafen, das für 13 Millionen Euro mit intelligenter Steuerungstechnik ausgerüstet wird. „Das ist einer der größten Aufträge unserer Firmengeschichte“, sagt Herrmannsdörfer.
Zukunft im GebäudemanagementAuf jeder Etage installieren die Arbeiter Schaltanlagen, die von einer zentralen Software gesteuert wird. So lässt sich die Heizung regulieren oder aufzeichnen, wieviel Energie das Gebäude verbraucht. Gerade in diesem Bereich sieht Herrmannsdörfer Zukunft. Weil gut ausgebildete Kräfte benötigt werden, hat er mit der Handwerkskammer für Oberfranken eine Fachwirtausbildung für Gebäudemanagement ins Leben gerufen. Diese reicht von technischen über infrastrukturelle bis zu rechtlichen Fragestellungen. „Innovationen sind gefordert, um die Wirtschaft zu stabilisieren und nachhaltig zu entwickeln“, sagte OTTI-Geschäftsführer Thomas Luck bei der Preisverleihung. In Mistelgau hat das offenbar trotz allgemeiner Krise funktioniert. So stieg der Umsatz der Hermos-Gruppe in den vergangenen vier Jahren um 50 Prozent, auf 45 Millionen Euro.
Bericht: Stefan Fössel | Mediengruppe Oberfranken [zurück]
Technologietransfer-Preis für Dieter HerrmannsdörferDer Mistelgauer Unternehmer Dieter Herrmannsdörfer ist gestern vom Ostbayerischen Technolgie-Transfer-Institut (Otti) geehrt worden. Der Diplom-Ingenieur ist Gründer und Chef der HERMOS AG. Die Auszeichnung wurde ihm zu Beginn des Otti-Symposiums „Innovationsmotor Mittelstand: Gas geben!“ in der Handwerkskammer für Oberfranken verliehen.
Otti-Preis für Technologietransfer: Horst Linn und HWK-Hauptgeschäftsführer Horst Eggers gratulieren Hermos-Chef Dieter Herrmannsdörfer, neben OTTI-Geschäftsführer Thomas Luck (von links).
Otti-Vorsitzender Horst Linn und HWK-Hauptgeschäftsführer Horst Eggers gratulierten Herrmanndörfer als Gewinner des Technolgie-Transfer-Preises 2010. Das Institut verleiht die Auszeichnung seit 1992 an innovative Unternehmer für „ihre herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Technologietransfers“.
Hermannsdörfer, der Elektrotechnik in Coburg studiert hat, gründete 1980 die Firma Hermos. Das Mistelgauer Unternehmen baue mittlerweile auf zahlreiche deutsche und internationale Standorte mit insgesamt rund 350 Mitarbeitern. Die Auszeichnung gelte der Kompetenz und dem realisierten Technologietransfer im Bereich der Gebäude-, Industrie- und Umweltautomation. „Hierbei entwickelt die HERMOS AG innovative Lösungen für die Systemintegration und Informationsgewinnung in Gebäuden und Industrieanlagen. Die Erfolge reichen von der Automatisierung haustechnischer Zentralanlagen für Heizen, Kühlen und Lüften bis zu zum Umweltbereich, etwa beim der Abluftreinigung.
Eggers wies auf die jüngste Kooperation zwischen der Kammer und HERMOS bei der Aus- und Weiterbildung von Fachwirten für Gebäudemanagement hin.
Herrmannsdörfer nahm die Auszeichnung, die mit 4000 Euro dotiert ist, mit dem wiederholten Dank an seine Mitarbeiter entgegen.
Bericht: mar | Nordbayerischer Kurier [zurück] |




